Wirklich weiter denken!

Zum Papstbuch von Jürgen Erbacher Weiter denken. Franziskus als Papst und Politiker

Vielfältige Erneuerung

Papst Franziskus ist eine der faszinierendsten Figuren der Gegenwart, auch dann, wenn man ihn mit den großen gesellschaftlichen Veränderungen in Wirtschaft und Politik konfrontiert. Er versetzt Grenzmarken nach innen, weil er sich persönliche Eitelkeiten und belanglose Nebeninteressen verbietet. Weiterlesen

Die Botschaft Jesu jenseits von Konfession und Religion – Thesen

Schon lange geht die exegetische Forschung davon aus, dass Jesu Botschaft und Lebensprojekt den Rahmen der späteren Kirche weit überschreiten. Deshalb tun die Kirchen und Konfessionen in einer säkularisierten Epoche gut daran, sich neu an diesem vorkirchlichen Jesus zu orientieren. Die hier abgedruckten Thesen dienten als Grundlage für ein Referat in einer Pastoralkonferenz. Weiterlesen

Von Engeln, Schlangen und einer herausfordernden Botschaft

Renate Schoof geht in ihrem umfassend bebilderten Buch der reichen Welt von Bildern und Symbolen nach, von denen die christliche Religion begleitet wird und die ihrerseits aus archaischen Quellen leben. Dieses Buch ist ein wirksames Gegengift gegen alle fundamentalistischen Besserwisser, die heute Urständ feiern. Weiterlesen

„Großer Baum und winziges Senfkorn“ – Neuere Bücher zu Benedikt XVI.

Die Literatur über Joseph Ratzinger, den Theologen, Kardinal und jetzigen Papst, ist immens. Sie reicht von populistischen Lobpreisungen über opulente Bildbände bis zu theologischen Auseinandersetzungen. Ausgewählt seien hier sechs Publikationen, die einen wissenschaftlich theologischen Rang beanspruchen und eine umfassende Vision über Ratzingers Theologie und Wirken entwickeln. Weiterlesen

Vom Kosmos der Dinge zum Sinn der Welt

Thesen zum Verhältnis zwischen Wissenschaft und Theologie

Die Postmoderne hat zu einem neuen Verhältnis zwischen Wissenschaft und Theologie geführt. In der Postmoderne  baut sie Brücken zwischen religiösen Symbolwelten und säkularer Rationalität.  So kann die Theologie innerhalb der Religionen auch zur Verteidigerin der modernen Naturwissenschaften und werden. Weiterlesen

Das Böse – Kehrseite der Frage nach dem Heil

Der als scharfsinnig bekannte Züricher Religionsphilosoph und Theologe Ingo u. Dalferth, legte im Jahr 2008 eine Hermeneutik des Bösen vor, die die gängige Bearbeitungen dieser komplexen Thematik an historischer Kenntnis und präziser Interpretation um ein Weites überbietet. Als Grundlagenwert sollte diese Monographie  in jeder philosophsichen und theologischen Bibliothek stehen. Weiterlesen

Kirche in der Welt – Wider die Privatisierung der Religion

In den vergangenen Tagen erreichten uns gehäuft Meldungen über eine seltsam missionarische Initiative von Atheisten. Nach dem Vorbild von London sollen jetzt auch in deutschen Städten Busse mit dem Slogan fahren: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“ Die Reaktionen sind heftig; die meisten Stadtwerke lehnen die Initiative ab. Viele überzeugt Glaubende hingegen erklären, sie hätten damit keine Probleme. Weiterlesen

Was hat Gott vor mit seiner gottlosen Welt? Theologische Überlegungen zu Harald Mulisch: „Die Entdeckung des Himmels“

Bei allem Humor und aller verspielten Erzählkunst entfaltet der Roman „Die Entdeckung des Himmels“ des niederländischen Schriftstellers Harry Mulisch eine todernste These: Gott zieht den mit Moses geschlossenen Bund endgültig zurück und überlässt die Welt ihrem Schicksal. Gründe dafür sind der promotheische Anspruch der modernen Wissenschaften und das Grauen von Auschwitz, das Mulisch aus biographischen Gründen nicht kalt lassen kann.
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Gehalten von Gott – engagiert für die Menschen – Eine Rückschau auf Hans Küng „Christ sein“

30 Jahre nach seinem Erscheinen (2006) ist „Christ sein“ von Hans Küng immer noch ein hoch umstrittenes theologisches Buch. Sein Ziel war es, die klassisch-metaphysische Christuslehre historisch zu verantworten, so vom Kopf auf die Füße zu stellen und Interessierten verständlich zu machen, worum es in der Lebenspraxis Jesus geht.
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Haus Gottes – Hüterin des Abendlandes? Joseph Ratzingers Katholizismus als europäisches Kulturprojekt

Als Glaubenspräfekt und als Papst verstand J. Ratzinger seine Kirchenleitung und sein theologisches Denken immer als ein europäisches Projekt. Sein Ideal war ein Kontinent unter der geistigen Leitung der römisch-katholischen Kirche. Sein innerkirchliches theologisches Modell war die Theologie der Kirchenväter. Im Grunde war es ein nostalgisches Projekt Weiterlesen

Vom Sündenfall zur Erbsünde – Bemerkungen zum Katechismus der Katholischen Kirche

Dem für Katholiken hochoffiziellen „Katechimus der Katholischen Kirche“ ist es nicht gelungen, den umstrittenen Glaubenssatz von der Ersünde der Menschheit im Blick auf die gegenwärtigen Menschheitsfragen zu erschließen. Im Gegenteil, Der Katechismus verwechselt eine theologische Reflexion aus dem 5. Jahrhundert mit einer elementaren Glaubensverkündigung. Weiterlesen

Der Glaube der Kirchenväter? Zu den Grundlagen von J. Ratzingers Theologie

J. Ratzinger, ehemals Präfekt der römischen Glaubenskongregation und späterer Papst, hat die theologischen Geschicke der Kirche 33 Jahre lang geleitet. Der Artikel stellt die These auf, dass er sich Ratzinger eher von der griechischen Metaphysik als  von der Botschaft Jesu leiten ließ. Weiterlesen

Zur Aktualität der Negativen Theologie

Die Negative Theologie ist nicht nur in der christlichen Theologie, sondern auch in anderen Religionen zu Hause. Doch ist sie in jeder Epoche neu zu erarbeiten, denn die Erfahrung der Gottesferne zeigt sich in immer neuen Weisen. Heute ist zu fragen: Ist Gott nicht deshalb wirklichkeitsfern geworden, weil schon unserer Sprache die Wirklichkeit abhanden gekommen ist. Weiterlesen

Zwei Texte aus der Zeitschrift CONCILIUM zum Ordinationsverbot von Frauen[1]

Im Juni 1999 veröffentlichten Elisabeth Schüssler Fiorenza und Hermann Häring in der Zeitschrift CONCILIUM eine Themennummer zur Frage der Frauenordination („Die Weigerung, Frauen zu ordinieren“, 35[1999], Nr.3). Die von Häring verfassten Beiträge werden hier dokumentiert. Zwar spiegeln die vorgetragenen Artumente den Diskussionsstand vom Herbst 1998, dennoch wirken sie auffallend aktuell; die katholische Kirche hat sich noch immer nicht bewegt.  Weiterlesen