Die Nebel einer unmoralischen Amtsführung

Am 23.03.2021 lud Kardinal Woelki zu einer Pressekonferenz ein. G. Doliwa kommentierte sie und griff 35mal auf das Wörtchen „irgendwie“ zurück. Das war ein entlarvendes Stilmittel, denn alles, was Woelki erklärte, blieb „irgendwie“ unklar. Dabei sollte das neue Gutachten von Gercke-Wollschläger (GW) doch Zweifel ausräumen, Vorwürfe widerlegen und die Rücktrittsforderungen entkräften. Doch Woelkis Selbstverteidigung wirkte merkwürdig verwaschen und ungenau. Weiterlesen

Konstruktive Gemeindeleitung oder sakraler Opferdienst? Zur Sanierung einer pervertierten Amtspraxis

Es ist ein katholisches Sonderproblem und nach einer Debatte von Jahrzehnten sind die Fronten verhärteter denn je. Seit der Reformation stand unser Amtssystem nie massiver unter Kritik, doch unsere Bischöfe tun so, als hätte es Luther und Calvin nie gegeben. Dabei ist der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Kernämtern nur die Spitze eines Eisbergs, an dem die öffentliche Glaubwürdigkeit der in Purpur gekleideten Herren schon längst zerschellt ist. Weiterlesen

Vom Ungeist theologischer Rechthaberei

Schon am Tag seines Erscheinens erfuhr der Beitrag des Altpapstes so viel empörten Widerspruch, dass sich eine weitere Reaktion zu Inhalt und Qualität kaum lohnt. Statt sich zu ärgern, könnte man sich stellvertretend auch schämen über den Zerfall eines Geistes, der uns in den besten Jahren wenigstens noch in Atem hielt, denn sein Konservatismus und seine Intransigenz hatten noch einiges Niveau. Weiterlesen

Auf dem Weg zu einer synodalen Kirche? Eine Bestandsaufnahme zur Bischofssynode 2018

Die römische Bischofssynode vom 3. bis 28. Oktober 2018 zur Situation der Weltjugend hatte sich viel vorgenommen: Ein dynamisches, für die Kirche zentrales Thema sollte von der wohl einzigen gesamtkirchlichen Institution bearbeitet werden, die es neben einem Konzil gibt. Weiterlesen