Was ist Klerikalismus?

Klerikalismus ist ein Kampfbegriff, auf den die Kirchenkritik schon oft zurückgegriffen hat. Seitdem ihn Papst Franziskus in seinen Wortschatz aufgenommen hat, ist dieses streitbare Wort auch bei kirchlichen Insidern hoffähig geworden. Weiterlesen

Jorge Bergoglio – Pontifikat und Reformen nach zwei Jahren

Ein theologischer Blick aus Deutschland

Nach Meinung vieler gehört zu den positiven Aspekten von Bergoglios Wahl zum Papst die Tatsache, dass mit der eurozentrischen Dynastie im Vatikan gebrochen wurde. Aus deutscher Sicht analysiert Hermann Häring in einem E-Mail-Interview für IHU On-Line, wie Franziskus eingeschätzt wird, welche Herausforderungen und Fortschritte seine Wahl bedeutet. Was unmittelbar überrascht, ist die positive Reaktion des deutschen Volkes. Häring erklärt: „Nach dem ersten Schock, den der Rücktritt von Benedikt XVI. ausgelöst hatte, spielen nationale Gefühle (Abschied von einem deutschen Papst) nur eine geringe Rolle. Unabhängig von der Position einzelner Bischöfe verhält sich die Deutsche Bischofskonferenz (noch) auffällig neutral. Von aktivem Enthusiasmus ist wenig zu spüren. Deshalb fordern katholische Reformgruppen die deutschen Bischöfe mit wachsender Intensität dazu auf, sich eindeutig mit den Reformzielen des Papstes zu solidarisieren und gegen die neuesten kurialen Widerstände Stellung zu nehmen.“
Weiterlesen

50 Jahre II. Vatikanisches KonzilErgebnisse – Blockaden – Visionen

Das 2. Vatikanische Konzil (1962-1965) gilt noch immer als der wichtigste Bezugspunkt der Reformbemühungen in der römisch-katholischen Kirche. Was hat dieses Konzil gewollt, was hat es erreicht und wie ist es ihm ergangen?
Weiterlesen

Freiheit im Haus des Herrn – Zur Zukunft einer gemeinsamen Kirche

Trotz massiver römischer Widerstände ist der Ruf nach einer Entklerikalisierung der römisch-katholischen Kirche unüberhörbar. Inzwischen ist sie ökumenisch unfruchtbar und in der Öffentlichkeit unglaubwürdig. Doch wirksame Reformschritte müssen komplex sein. Weiterlesen

Zwischen Wahrheitsanspruch und Relativismusangst – Zum Dilemma des modernen Katholizismus

Seit dem 19. Jahrhundert sucht der Katholizismus für den Umgang mit Irrtum und Wahrheit nach realistischen Regeln. Sein Unfehlbarkeitsmodell, das 1870 dogmatisiert wurde, verabsolutierte die Institution und geriet spätestens 1970 in die Krise. Weiterlesen

Ihm gebührt hoher persönlicher Respekt – seine Botschaft verdient aber Widerspruch

Das ausgezeichnete Öffentlichkeitsmanagement des Vatikan machte auch den Tod von Johannes Paul II. (2. April 2005) zu einem weltweit beachteten Medienereignis. So wurde nach seinem Tod genau dies als eine der großen Fragen an ihn thematisiert: Bis in den Tod hinein ließ er seine Person und sein Werk mit hohem Aufwand inszenieren.

Weiterlesen