„Wir schweigen nicht länger“, Rückblick einer Zeitzeugin

Wahrscheinlich lebt jede vitale religiöse Gemeinschaft aus archaischen Erinnerungen. Das gilt auch für die römisch-katholische Kirche und es scheint so, als hätten sie in den vergangenen 50 Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Zu diesen Archaismen gehören die untergeordnete Stellung von Frauen und ihr Zugangsverbot zu den „geweihten“ Ämtern von Diakonat, Priestertum und Bischofswürde. Weiterlesen

Das Schicksal der Prophetie in der (tschecho)slowakischen und in der niederländischen Kirche III (Thesen)

„Im Totalitarismus das Leben meistern“

These 1: Erste Reformimpulse

Das 2. Vatikanische Konzil bedeutete für beide Kirchen einen epochalen Durchbruch.
– Die niederländische Kirche entwickelte nach innen eine explosive Kreativität, nach außen ein starkes ökumenisches und gesellschaftliches Selbstbewusstsein.
– Die tschechoslowakische Kirche blieb staatspolitisch in einer prekären Situation. Weiterlesen

Das Schicksal der Prophetie in der (tschecho)slowakischen und in der niederländischen Kirche I.

„Im Totalitarismus das Leben meistern“

Öffnung und Aufbruch nach dem 2. Vatikanischen Konzil

Für alle Kirchen Europas bedeutete das 2. Vatikanische Konzil einen epochalen Durchbruch. Wir entdeckten uns als aktiv partizipierendes Volk Gottes. Doch hatte dieses Ereignis unterschiedliche Auswirkungen. Im folgenden vergleiche ich die (tschecho)slowakische mit der niederländischen Kirche Weiterlesen

Das Schicksal der Prophetie in der (tschecho)slowakischen und in der niederländischen Kirche II (Kurzversion)

„Im Totalitarismus das Leben meistern“

1. Aufbruch nach dem 2. Vatikanischen Konzil

Für alle Kirchen Europas bedeutete das 2. Vatikanische Konzil einen epochalen Aufbruch; jetzt verstanden wir uns als aktiv partizipierendes Volk Gottes. Das galt auch für die (tschecho)slowakische Kirche. Doch hatte diese Wende unterschiedliche Auswirkungen; zum Vergleich mit der (tschechoslo)slowakischen beziehe ich mich im Folgenden auch auf die niederländische Kirche. Weiterlesen

„Sie werden mich nicht verstehen“ – Bischof Kohlgraf hat sein Thema noch nicht gefunden.

Er ist freundlich und offen, lächelt ausgeglichen und was er in den letzten Jahren geschrieben hat, lässt viele hoffen. Musterzitate aus seinen letzten Büchern sind im Umlauf. Kirchliches Amt bedeute Beziehungsarbeit, Kommunikation und Hinhören, Diakonie sei ein Lebensvollzug der Kirche und es gelte, andere Leute nie für dümmer oder unmoralischer zu halten als sich selbst. Das sind Programmpunkte, die man gerne hört. Weiterlesen

REDE VON KARDINAL KASPER VERDIENT DIE ROTE KARTE

Auf einem Studientag während der Früjhahrskonferenz der deutschen Bischöfe im Februar 2013 plädierte Kardinal Kasper für ein neues Diakonenamt für Frauen, doch sollte dieses mit keiner Funktion am Altar verbunden sein. Die „sakramentale Struktur“ der Kirce müsse den Männern vorbehalten bleiben. Er konnte damit nicht überzeugen.

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Kein Tabu!

Frauenordination in der katholischen Kirche

Nicht nur Bücher, auch Bewegungen haben ihre Schicksale. Gewiss, die „Verborgene Kirche“ hatte eine einzigartige historische Sendung und einen einmaligen politischen Ort. Aber ihre Botschaft ist noch aktuell. Unter extrem schwierigen Umständen suchte eine Glaubensgemeinschaft Wege des Überlebens und die Nachwelt hat die Frage zu beantworten: Waren es Irrwege oder Aufbrüche zu neuen Ufern? Weiterlesen

Zwei Texte aus der Zeitschrift CONCILIUM zum Ordinationsverbot von Frauen[1]

Im Juni 1999 veröffentlichten Elisabeth Schüssler Fiorenza und Hermann Häring in der Zeitschrift CONCILIUM eine Themennummer zur Frage der Frauenordination („Die Weigerung, Frauen zu ordinieren“, 35[1999], Nr.3). Die von Häring verfassten Beiträge werden hier dokumentiert. Zwar spiegeln die vorgetragenen Artumente den Diskussionsstand vom Herbst 1998, dennoch wirken sie auffallend aktuell; die katholische Kirche hat sich noch immer nicht bewegt.  Weiterlesen