Es geht ums Ganze

Zur Revision des Opfermodells im Diskurs von Gnade und Sünde

„Es geht ums Ganze“, lautet der Titel eines aktuellen theologischen Beitrags zur Frage der Gnade.[1] Dieser Satz gibt das Pathos des religiösen Gnadenbegriffs wieder und genau das ist sein Problem. Niemand kann einfach über „das Ganze“ reden, ohne anfällig zu werden für unbewusste Interessen, verführerische Ideologien und die Denkgleise der eigenen Tradition.[2]

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Versöhnung als religiöse und politische Tugend

Die Frage nach persönlicher, gesellschaftlicher und weltpolitischer Versöhnung wird mit neuem Interesse gestellt. Denn für eine gute Zukunft der Menschheit ist Versöhnung notwendiger denn je. Dieses Referats geht den inneren existentiellen, kulturellen und politischen Zusammenhängen in differenziertere Weise nach. Weiterlesen