Freiwilliger und assistierter Suizid – Zur aktuellen Debatte

I. Freiheit – Geschenk oder unverzichtbarer Lebensraum?
Rom äußert sich zum selbstverantworteten Tod

Im Januar 2020 vom Papst genehmigt, im Juli vom Glaubenspräfekten unterzeichnet, am 20. November von der Glaubenskongregation veröffentlicht, so kompliziert geht es immer noch im vatikanischen Hofstaat zu. Das „Schreiben über die Sorge an Personen in kritischen Phasen und in der Endphase des Lebens“ trägt den schönen Titel Samaritanus Bonus (Der Gute Samariter) und nimmt Stellung zu gesellschaftlich höchst aktuellen Fragen wie zum menschlichen Umgang mit Kranken, der Verhältnismäßigkeit von Therapien sowie der Begleitung Sterbender, bis hin zu den schwierigen Fragen der Euthanasie. Ganz im Sinne von Papst Franziskus sprechen die ersten Kapitel empathisch über die Verletzlichkeit der Menschen. In Kapitel V. werden wir dann in rigider Weise mit einer moralischen Unantastbarkeit des menschlichen Lebens konfrontiert. Weiterlesen

Eine tödliche Bedrohung? Zur Diskussion um vermeintlich unfehlbare Aussagen

Ein Paukenschlag? Eher eine längst fällige Klärung über die vielen widersprüchlichen Signale, die uns seit Monaten aus Rom erreichen. Zum ersten: Die Amtszeit von Kardinal Müller ging zu Ende und Luis Ladaria, sein Nachfolger als Präfekt der Glaubenskongregation, gilt als ein nicht unbedingt fortschrittlicher, aber freundlicher Mensch. Wird er auch eine andere Theologiepolitik einleiten? Weiterlesen

Gehalten von Gott – engagiert für die Menschen – Eine Rückschau auf Hans Küng „Christ sein“

30 Jahre nach seinem Erscheinen (2006) ist „Christ sein“ von Hans Küng immer noch ein hoch umstrittenes theologisches Buch. Sein Ziel war es, die klassisch-metaphysische Christuslehre historisch zu verantworten, so vom Kopf auf die Füße zu stellen und Interessierten verständlich zu machen, worum es in der Lebenspraxis Jesus geht.
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